Samstag, 19. Mai - 19.00 Uhr
Stadtkirche Ludwigslust
Ludwigsluster Klassik - Gedenkkonzert zum 200. Todestag Johannes M. Spergers
Musica Instrumentalis Schwerin



Nur Wenigen ist heute bekannt, dass Ludwigslust einst eines der erlesensten Orchester Deutschlands beherbegte: die Schweriner Hofkapelle, die seit der Verlegung des Hofstaates (1767) im dreißig Kilometer südwärts gelegenen „Lustschloss“ residierte. 

Der außerordentliche Ruf des Orchesters lag auch darin begründet, dass einige seiner Mitglieder zu den bedeutendsten europäischen Musikern gehörten, so etwa die beiden Kontrabassisten Antonio Rosetti und Johannes Matthias Sperger. Der erste leitete das Orchester, der andere war als „Cammer Musicus", und "Erster Contrabassist“ eingestellt - lapidare Worte, hinter denen ein phänomenaler Virtuose stand. Und wie Rosetti war auch Sperger ein fruchtbarer und durchaus bedeutender Komponist. 

Als Sperger am 13. Mai 1812 am Nervenfieber starb, hinterließ er immerhin 44 Sinfonien, eine große Anzahl von Instrumentalkonzerten, von denen alleine 18! seinem Instrument, dem Kontrabass, gewidmet waren sowie eine stattliche Anzahl von Kammermusiken, Tänzen, Kantaten, Chören und Arien. Wie groß die Wertschätzung für den Virtuosen, Komponisten und den Menschen Sperger war – der am 19. Mai vor 200 Jahren schon seit einigen Tagen unter der Erde lag – zeigte sich in der Aufführung des Mozart-Requiems ihm zu Ehren. Seinem vier Monate vorher verstorbenen Kollegen Eligio Celestino (Konzertmeister von 1789 bis 1803) wurde diese Ehre nicht zu Teil.

Das Konzert des Ensembles Musica Instrumentalis Schwerin ist beiden europaweit geachteten und bewunderten Musikern gewidmet, ergänzt durch italienische Ricercata und Werke von Vater und Sohn Westenholz. Der eine leitete die Hofkapelle ab 1770, der andere wuchs in die Hofkapelle hinein und studierte sich bei den hiesigen Könnern als hervorragender Oboist bis in die Berliner Hofkapelle hinauf.  Ein Choralvers aus der Einweihungsmusik für die Stadtkirche in Ludwigslust soll auf den sakralen Raum dieser Kammermusik hinweisen, 241 1/2 Jahre nach seiner Uraufführung am gleichen Ort.

Samstag, 2. Juni - 19.00 Uhr
Katholische Kirche St. Helena (Schlosspark)
Die Jahreszeiten
Trio ARTPASSION



So faszinierend ist der Wechsel der Jahreszeiten, in dem sich die Natur in stets neuem Gewand präsentiert, dass auch die Komponisten immer wieder den Versuch unternahmen, das jeweils Besondere musikalisch darzustellen.                                                 Ob Antonio Vivaldi, Peter Tschaikowski, Claude Debussy oder Astor Piazolla - ihnen allen gelang es auf höchst originelle Weise, in ihrer Musik die Schönheit der jeweiligen Jahreszeit darzustellen und die einzigartige Atmosphäre des Lichts, der Temperatur bis hin zu den Luftbewegungen heraufzubeschwören. Im Ludwigsluster Konzert präsentieren die drei Musiker aus Schwerin das Programm ihrer begeistert aufgenommenen 2. CD-Einspielung "Jahreszeiten" 

Die drei Musiker Hajo Willimczik (Klarinette / Bassklarinette), Karsten Lauke (Kontrabass) und Andreas Winkler (Marimbaphon), welche alle drei Solo-Positionen in der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin bekleiden, bilden seit 2007 das Trio ARTPASSION. Die stilistische Vielfalt des Trios reicht von Musik der Klassik und Romantik über Impressionisten bis zu Ragtimes, Tangos und Klassikern der amerikanischen Musik. Alle Stücke wurden vom Trio gemeinsam arrangiert und beim Verlag Musikedition Saier weltweit velegt. Die einmalige Besetzung und die kurzweiligen Programmgestaltungen sowie seine mitreißenden Interpretationen machen das Trio ARTPASSION zu einem gefragten Kammermusikensemble.

Der gebürtige Darmstädter Hajo Willimczik begann mit elf Jahren Klarinette zu lernen und studierte zunächst Schulmusik in Freiburg i. Br. Anschließend wechselte er an die Musikhochschule Köln zu Prof. Ralph Manno, wo er zum Klarinettisten ausgebildet wurde. Neben Engagements als Solist in diversen Orchestern und CD- und Rundfunkproduktionen liegt ein besonderer Schwerpunkt seiner künstlerischen Tätigkeit in der zeitgenössischen Musik. Seit 1998 ist er Solo-Bassklarinettist der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin.

Karsten Lauke studierte an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin bei Prof. Barbara Sanderling. Schon während seines Studiums war er Mitglied in der Carl-Flesch-Akademie und spielte in der Berliner Staatskapelle, im Orchester des Norddeutschen Rundfunks und im Konzerthausorchester Berlin. Seit 2000 ist er Solo-Bassist der Schweriner Staatskapelle. 2006 wurde er Mitglied der Dresdner Symphoniker und 2007 der Berliner Bach-Akademie. Karsten Lauke ist ein gefragter Continuo-Spieler und Partner bei Kammerkonzerten. 

Andreas Winkler erhielt im Alter von sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Schon früh widmete er sich der Kammermusik und gewann als Klavierbegleiter mehrfach Preise beim Wettbewerb "Jugend musiziert". Mit zehn Jahren begann er Schlagzeug zu spielen und studierte später an der Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Bernhard Wulff und Prof. Taijiro Miyazaki. Seit 2001 ist er Solopauker der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin und unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

http://www.trio-artpassion.com

Samstag, 4. August - 19.00 Uhr
Stadtkirche Ludwigslust
Die Schöne und das Ungeheuer - Von der Macht der Liebe
PHILharmonischesTRIO



Erzählt wird die Geschichte zweier Menschen, die voneinander wissen und sich suchen. "In den Träumen so nah, und im Leben so fern", sind die Worte der Schwanenfee, die die Schöne begleiten und geleiten, damit sie sich finden, wie Liebende sich finden: Man trägt das Bildnis in sich, geht des Weges und plötzlich steht es am Wegesrand und lächelt. 

Die Schöne und das Ungeheuer ist eine Geschichte des Ahnens und des Sehnens, mit einem Prinzen, einer Schönen und der Liebe in der Hauptrolle. Die Rückverwandlung von einem Ungeheuer in einen Menschen steht wie ein Symbol für die Wandlung des Menschen in ein neues Leben. Und das Sich-finden ist das Mysterium, das Liebe leitet...    Und die Musik? Sie öffnet uns die Gefühle, die der Schönen und die des Ungeheuers. Gefühle, die uns teilhaben lassen an der Macht der Liebe. Camille Saint-Saens und Jules Massenet, Lili Boulanger und Eric Satie. Die Musik bricht es auf: Das Sehnen der Schönen. Das Erschauern der Schönen. Den Spott der Schwestern. Die Verzweiflung des verwandelten Prinzen. Die Kaskaden der Hoffnung und den Moment, in dem der Prinz sagt: Öffne Deine blauen Augen. Heute ist der Tag" Und als die Schöne ihre schönen, blauen Augen öffnete, stand der Prinz aus ihren Träumen vor ihr, schöner als Amor.

Der Musiker, Autor und Komponist Mario Goldmann begann sein kompositorisches Debut 1987 mit "Emotion and Pain" in der Opera stabile an der Hamburgischen Staatsoper. Darauf folgte "Der Blaue Planet", von der ARD für die Expo 2000 nominiert. Der Autor schrieb verschiedene Libretti, u.a. zu "Die Schöne und das Ungeheuer", das 2009 mit großem Erfolg in den Hamburger Kammerspielen seine Premiere hatte. Als Textautor gestaltet Mario Goldmann die Konzeption und die sprachlichen Partien des PHILharmonischenTRIO's.                                                                                                               Die Flötistin und Sängerin Sigrun Witt verbindet in den Konzerten mit dem PHILharmonischenTRIO Gesang, Schauspiel und Flötenspiel zu dem für dieses Ensemble typischen Profil. Sie startete ihre künstlerische Karriere als Flötistin im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg und trat als Mezzosopranistin u.a. mit dem Kammerorchester dieses Klangkörpers hervor. Die promovierte Musikwissenschaften lehrte viele Jahre als Dozentin an der Musikhochschule Detmold. CD's mit Werken von Mozart bis Debussy gehören zu ihrem Oeuvre.

Yasuko Oshikava ist die Pianistin im PHILharmonischenTRIO. Sie konzertierte als Solistin international und in verschiedenen Kammermusikformationen in Deutschland, der Schweiz, Südamerika und Japan. Seit 2006 ist sie auch Pianistin in Residence bei GEDOK, den Frauen der Künste. Ihre bevorzugten Komponisten sind die Klassiker der "Wiener Schule" aber ebenso ist sie begeistert von der Kraft der Modernität zeitgenössischer Musik.

www.philharmonisches-trio.de

15. September, 19.00 Uhr
Katholische Kirche St. Helena (Schlosspark)
Lateinamerikanische Lieder und Boleros
Soledad Berrios & Band



Das Klischee einer typischen Latina bedient die aus dem chilenischen Temuco stammende Sängerin nicht. Und auch das zunächst zurückhaltende Auftreten der zierlichen Dame führt leicht auf die falsche Fährte. Aber sobald Soledad Berríos auf der Bühne steht, füllt sie problemlos jeden Raum - mit ihrer warmen, ausdrucksvollen Stimme, mit ihrem Temperament und mit ihrem Charme. Obwohl sie eine klassische Opernausbildung durchlaufen hat und erfolgreich an Opernhäusern in Europa und den USA gesungen hat, ist sie aber vor allem bei den lateinamerikanischen "Canciones", Tangos, Boleros und Balladen ihrer südamerikanischen Heimat mitten in ihrem Element. Freude und Trauer, Liebe und Schmerz, Treue und Verrat, das sind die Themen, die hier immer wieder auftauchen. Sogar der Name der Künstlerin ist programmatisch: "Soledad" heißt Einsamkeit -auch sie spielt in der lateinamerikanischen Folkore eine große Rolle. Aber wer Soledad Berríos einmal singen gehört hat, weiß, dass auch Leiden ein Genuss sein kann! 

Der persönliche Favorit könnte natürlich auch ein fröhlicher Tanz sein - oder eine Hommage an die Stadt Buenos Aires oder ein keckes Spottlied. Der Fundus ist groß, und Soledad Berríos macht sich ständig auf die Suche nach neuen Stücken für ihr Repertoire.

 

Die Band, die sie sich nach langem Suchen maßgeschneidert hat, umfasst Musiker aus Kuba, Brasilien, Chile, Spanien und Deutschland. Sie verfügen natürlich über das traditionelle lateinamerikanische Instrumentarium, darunter eine eindrucksvolle Sammlung von Schlaginstrumenten, die Andenflöte Quena, die Mini-Gitarre Charango und natürlich das Bandoneón; aber auch europäische Instrumente wie Geige, Kontrabass und Saxofon gehören dazu. Und so sind natürlich auch die Arrangements maßgeschneidert - von der einfachen Ballade mit Gitarrenbegleitung über das Kontrabass-Solo bis hin zum Tango in der klassischen Besetzung! Die beiden bisher erschienenen CDs beweisen, wie abwechslungsreich die Musik von Soledad Berríos und ihrer Band ist - und sie widerlegen eindrucksvoll jedes Klischee in Sachen lateinamerikanischer Musik!

www.soledad-berrios.de 

www.peregrinamusic.de 

Samstag, 29. September - 19.00 Uhr
Stadtkirche Ludwigslust
"Wie gern wär´ ich bei dir !"
Quartonal



Das Ensemble Quartonal

wurde im Jahr 2006 von vier ehemaligen Mitgliedern der Chorknaben Uetersen gegründet. Seitdem haben sich die Sänger ein breites A-cappella-Repertoire erarbeitet. Die Gruppe beschäftigt sich mit fast allem, was die internationale A-cappella-Literatur für ihre Besetzung hergibt. Zwischen Renaissance-Madrigalen und Werken der Romantik, Pop-Arrangements sowie internationaler Folklore und neueren Kompositionen setzt das Quartett dabei keinen besonderen Schwerpunkt in seiner Arbeit. Im Händel-Jahr 2009 erweiterte sich das Spektrum entscheidend, als in Zusammenarbeit mit dem Jazz-Trio Klazz Brothers aus Dresden Tobias Forsters Oratorium „Messias Superstar“ aufgeführt werden konnte. Auch Close Harmony und Vocal Swing gehören seitdem zum Repertoire des sonst eher klassischen Ensembles.

Durch die Jahre im Knabenchor musikalisch geprägt, führte der Weg alle vier Ensemblemitglieder zum Lübecker Kammerchor „I Vocalisti“ unter der Leitung von Hans-Joachim Lustig, mit dem sie zahlreiche Preise gewannen, u. a. beim Deutschen Chorwettbewerb und bei internationalen Kammerchorwettbewerben wie Marktoberdorf, Tolosa (Spanien) und Cork (Irland). Die jahrelange gemeinsame Singerfahrung in unzähligen Konzerten, auf nationalen und internationalen Wettbewerben und Festivals legte schließlich den Grundstein für das vierköpfige Vokalensemble.

2010 konnte das junge Quartett beim Deutschen Chorwettbewerb den 1. Preis in der erstmals ausgeschriebenen Kategorie der klassischen Ensembles gewinnen und wurde damit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.                                                         Die Gruppe arbeitet u. a. mit dem renommierten Hamburger Chorleiter Cornelius Trantow und dem Lübecker Chorleiter und Arrangeur Christoph Gerl zusammen.

Besetzung:

Mirko Ludwig – Tenor                                                   Florian Sievers – Tenor                                                   Christoph Behm – Bariton                                             Sönke Tams Freier – Bass

http://www.quartonal.de

Samstag, 20. Oktober - 19.00 Uhr
Stadtkirche Ludwigslust
Nachwuchskünstler im Konzert der Young Academy Rostock
N.N.



Unter der Schirmherrschaft von Daniel Barenboim ist an der Hochschule für Musik und Theater Rostock mit der young academy rostock ein viel beachtetes Internationales Zentrum zur Förderung musikalisch Hochbegabter entstanden. Für ihr innovatives Konzept wurde die young academy rostock bereits kurz nach der Gründung als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen 2009“ ausgezeichnet.

Auf drei Ebenen werden junge Talente zwischen 8 und 18 Jahren gezielt gefördert und individuell begleitet. In Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Musikschulen in Mecklenburg-Vorpommern e.V. werden jährlich Instrumental- und Gesangs-Workshops angeboten. Besonders begabte junge Musikerinnen und Musiker werden ins Netzwerk aufgenommen. Hier erhalten die Schüler, die hauptsächlich aus Mecklenburg-Vorpommern kommen, bis zu 4 mal pro Semester begleitenden Unterricht bei einem Dozenten der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Das Frühstudium für 13 – 18-jährige Schüler beinhaltet wöchentlichen Hauptfach- sowie Musiktheorieunterricht. Die Frühstudenten kommen aus dem In- und Ausland und gehen zum Teil auf eine Partnerschule mit Internat, die CJD Christophorusschule Rostock.

Zur Zeit werden über 23 Frühstudenten und knapp 50 Schüler im Netzwerk in der yaro betreut und zeigen regelmäßig ihr Können in Konzerten in der hmt Rostock sowie bundesweit.

www.young-academy-rostock.de

 

 

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